Fortbildungsbedarf aus Tätigkeit und Gefährdung ableiten
- Unterweisungsbedarf und Wiederholungsfristen aus Gefährdungsbeurteilung und Regelwerk bestimmen.
- Online-Lernteil durch konkrete Fahrzeuge, Ladungen, Sicherungsmittel und Notfallabläufe des Betriebs ergänzen.
- Datum, Themen, Teilnehmende, Verständnisprüfung und verantwortliche unterweisende Person dokumentieren.
Keine pauschale VDI-Jahresprüfung für jede Person
Eine bundesweite Regel „jeder Verlader braucht jährlich ein neues VDI-2700-Zertifikat“ existiert so nicht. Beschäftigtenunterweisung folgt aus § 12 ArbSchG und betrieblichen Gefährdungen; Häufigkeit und Inhalte müssen an Tätigkeit, Änderungen und Gefährdungsentwicklung angepasst werden.
Wann eine Wiederholung erforderlich wird
Unterweisung ist bei Einstellung, Aufgabenänderung, neuen Arbeitsmitteln oder neuer Technologie vor Aufnahme der Tätigkeit nötig und erforderlichenfalls regelmäßig zu wiederholen. Ereignisse, Mängelkontrollen oder neue Ladungsarten können eine frühere Aktualisierung auslösen.
Grundkurs und Unterweisung nicht gleichsetzen
Ein Grundkurs vermittelt systematische Fachkenntnisse zu Kräften, Verfahren und Verantwortung. Die betriebliche Unterweisung überträgt diese Kenntnisse auf reale Fahrzeuge, Ladungen und Abläufe. Ein Onlinekurs kann Theorie aktualisieren, die konkrete Gefährdungsbeurteilung aber nicht ersetzen.