Von der erforderlichen Sicherungskraft zur Gurtanzahl
- Sicherungsart und erforderliche Sicherungskraft bestimmen.
- Nur lesbare, unbeschädigte und geeignete Zurrmittel verwenden.
- Berechnung durch Plausibilitäts- und Abfahrtskontrolle ergänzen.
Eine Pauschalzahl ist fachlich falsch
Die Anzahl hängt von Masse, Sicherungsrichtung, Reibbeiwert, Verfahren, Zurrwinkel, Vorspannkraft STF, zulässiger Zugkraft LC, Zurrpunkten und Fahrzeugaufbau ab. Zwei optisch gleiche Paletten können daher unterschiedliche Sicherung benötigen.
Niederzurren und Direktzurren nicht vermischen
Beim Niederzurren wird über Vorspannung zusätzliche Reibkraft erzeugt; die Angabe STF ist entscheidend. Beim Direktzurren wirken Zurrmittel in definierter Richtung; hier spielen LC und Geometrie eine andere Rolle. Eine Rechnung mit dem falschen Verfahren kann trotz richtiger Addition unsicher sein.
Vor jeder Berechnung prüfen
- Gewicht und Schwerpunkt der Ladung
- saubere, tragfähige Kontaktflächen und belastbarer Reibwert
- zulässige Werte auf Gurtetikett und Zurrpunkten
- tatsächliche Winkel statt Idealwerte
- symmetrische Anordnung und Kantenbelastung
- Grenzen des Fahrzeugaufbaus